SC Spelle-Venhaus
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Berichte

„Wölfe“-Lob für engagierte Meppenerinnen

Welt- und Europameisterin gegen Jugendnationalspielerin:: Wolfsburgs Fußballerin des Jahres Martina Müller (links) im Duell mit Meppens Talent Rieke Dieckmann. (Foto: Doris Leißing)

Spelle - Uli Mentrup

Gut präsentiert haben sich die Meppener Zweitliga-Fußballerinnen gestern Abend in Spelle. Vor 700 Zuschauern verloren sie gegen den Triple-Gewinner VfL Wolfsburg nur mit 1:3 (1:2) und übertrafen damit die eigenen Erwartungen.

„Bloß nicht so hoch verlieren wie Magdeburg“, hatte Inga Kappel das Ziel ausgegeben. Der FFC war vor einigen Tagen dem VfL mit 0:9 klar unterlegen. Wolfsburg-Trainer Ralf Kellermann sprach von einer „gut organisierten“ Meppener Mannschaft, die bis zum Schluss gegenhielt.

Dabei wurden die Zweitligaspielerinnen eiskalt erwischt. Bereits nach vier Minuten führte der Gast. Neuzugang Desiré Oparanozie fand die Lücke in der Meppener Abwehr. Und die „Wölfinnen“ um Deutschlands Fußballerin des Jahres Martina Müller machten weiter Druck, griffen früh an. Phasenweise konnte sich der SVM nicht aus der eigenen Hälfte befreien. Das 0:2 durch Ivonne Hartmann nach einer Viertelstunde überraschte nicht.

Der Gast schob seine Mittelfeldreihe immer weiter nach vorn. Doch im Zweifelsfall räumte SVM-Kapitänin Britta Kappel im Abwehrzentrum ab. Zudem nutzte Torfrau Katharina Hackmann die Chance, sich auszuzeichnen gegen Alexandra Popp sowie Anna Blässe, und erhielt dafür Szenenapplaus.

Mitte der ersten Halbzeit setzte der SVM die ersten Nadelstiche. Zunächst versuchte sich Nangila van Eyck mit einem Distanzschuss, traf allerdings nicht. Gefahrenquelle war Inga Kappel auf dem linken Flügel. Rieke Dieckmann verfehlte das Tor nach schnellem Konter nur knapp. Besser machte es van Eyck, die nachsetzte, Jana Burmeister den Ball vom Fuß spitzelte und für einen ganz knappen Halbzeitrückstand sorgte. „Manchmal fehlte ein bisschen der Mut“, hielt die Sportliche Leiterin Maria Reisinger mehr für möglich.

Unmittelbar nach der Pause hatte die ehemalige Twisterin Andrea Wilkens, die auf der Sechser-Position eine ordentliche Partie zeigte, per Freistoß das 3:1 auf dem Fuß, aber Jessica Bos passte auf. Der Treffer zum 1:3-Endstand gegen eine nie aufsteckende Meppener Mannschaft blieb Anna Blässe vorbehalten.



Stimmen zum Spiel:

Tommy Stroot (SVM-Trainer): Man hat gesehen, was Wolfsburg für Potenzial hat, auch wenn einige Spielerinnen fehlen. Da steckt was dahinter. Aber es ist beachtlich, was wir zu diesem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung schon gezeigt haben.

Ralf Kellermann (Trainer Wolfsburg): Nach drei Wochen Vorbereitung war meine Mannschaft etwas müde. Insgesamt fehlten sieben A-Nationalspielerinnen. Wir haben gegen einen gut organisierten Gegner gespielt. Der SV Meppen wird in der Zweiten Bundesliga eine richtig gute Rolle spielen. Ich habe mich natürlich ein bisschen geärgert über das Gegentor. Es war ein Testspiel unter guten Bedingungen. Wir haben dafür an einem Freitag einen Riesenaufwand betrieben.

Maria Reisinger (Sportliche Leiterin SV Meppen): Ich habe viel Positives gesehen, aber auch einiges, woran wir noch arbeiten müssen. Aber es bleibt noch Zeit.

Helmut Klöhn (SCSV-Vorsitzender): Wir haben alles für dieses Spiel getan. Dabei haben uns viele Helfer unterstützt.

Hubert Börger (Vorsitzender NFV-Kreis Emsland): Meppen hat gut mitgehalten. Wenn ich das Spiel mit der Pokalpartie letztes Jahr gegen Bayern vergleiche, ist Meppen bestimmt nicht schlechter geworden.





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