Spelles bitterer Tag in Wilhelmshaven: Krone verletzt und keine Punkte
Fußball-Oberligist SC Spelle-Venhaus kassiert beim SV Wilhelmshaven eine unnötige 0:2-Niederlage (0:0). Die Emsländer verfügten über mehr Torchancen, waren aber nicht effektiv genug. Zudem schied Jost Krone verletzt aus. „Ein gebrauchter Tag“, stellte Co-Trainer Marius Kattenbeck fest.
Besonders bitter ist die Verletzung von Jost Krone. Der junge Abwehrrecke ging nach einer halben Stunde ins Kopfballduell und knickte um. Nach Behandlungspause musste er ausgewechselt werden. Leon Dosquet kam in die Partie. Krone wurde mit Verdacht auf eine Fraktur ins Krankenhaus gebracht.
„Wir schießen die Tore nicht“
Die Niederlage war überflüssig. Denn die Schwarz-Weißen verfügten über ein Chancen-Plus. „Wir waren zwischen den Strafräumen auf jeden Fall die aktivere Mannschaft, hatten auch mehr Ballbesitz und mehr vom Spiel. Man muss uns einfach ankreiden, dass wir die Tore nicht schießen“, sagte Kattenbeck. Da sei der Gastgeber deutlich effektiver gewesen.
Größte SCSV-Chance kurz vor der Pause
Die Emsländer starteten gut in die Partie und verfügten über die ersten beiden Möglichkeiten. Zunächst verpasste Torjäger Tom Winnemöller nach einer Hereingabe von Tjark Höpfner das SVW-Gehäuse knapp (5.). Neun Minuten später wehrte Wilhelmshavens Torwart Ajdin Herovic einen Kopfball des Speller Mittelstürmers nach Hereingabe von Leon Gensicke ab. Die beste Möglichkeit verzeichnete der SCSV kurz vor dem Seitenwechsel: Nach einem Freistoß aus der eigenen Hälfte leitete Leon Dosquet den Flugball weiter auf Tom Winnemöller, der das Leder zu Steffen Wranik beförderte, der knapp links am Tor vorbeischoss.
Der Gastgeber verfügte im ersten Durchgang über zwei Gelegenheiten: Nach einer Flanke auf den langen Pfosten verzog ein Wilhelmshavener (15.). Unmittelbar vor dem Pausenpfiff wehrte SCSV-Torwart Bernd Lichtenstein den Ball nach einem Schuss aus etwa 16 Metern ab.
Zur Pause gerechtes 0:0
„Wilhelmshaven hat Qualität“, erklärte Kattenbeck fest und sprach zum Seitenwechsel von einem gerechten Unentschieden. Doch brandgefährlich war der Gastgeber noch nicht. Der SCSV hatte gute Ballbesitzphasen, ließ Wilhelmshaven laufen, „aber der Übertrag nach vorn fehlte. Da müssen wir noch etwas genauer werden.“
SCSV-Fehler vor dem 0:1
Doch nach dem Seitenwechsel gelangen Wilhelmshaven zwei Treffer: Zunächst rutschte ein langer Ball durch und Yesua Montango nutzte die Möglichkeit, frei vor Lichtenstein zum 1:0 (49.). Zwölf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit erhöhte Valeriu Gaiu auf 2:0. Er jagte den Ball aus 16 Metern in den Torwinkel.
Speller Möglichkeiten
Zwischenzeitlich hatten die Speller den Ausgleich verpasst. Chancen waren genug vorhanden. Nach einem Fehlpass von Herovic schob Wranik das Leder zu Jan Popov, doch der scheiterte am Keeper. Adrian Lenz zog zweimal knapp links am Tor vorbei (53., 90.+2), Wranik verfehlte ebenfalls (61.). Dosquet verpasste zweimal per Kopfball (70., 71.), später auch Gensicke (85.). Zudem beklagten die Speller, dass ein Handspiel im Strafraum der Gastgeber nicht geahndet wurde (75.).
Nähring und Moß geben Oberliga-Debüt
Mit Ben Nähring und Philipp Moß gehörten auch zwei Talente aus der Speller U19 zum Kader. Der Stürmer un der Mittelfeldspieler wurden in der Schlussphase eingewechselt und kamen damit zur Oberliga-Premiere. Das ist der Weg, den die Schwarz-Weißen gehen wollen.
Zwei Wechsel in der Startelf
Im Vergleich zum 4:0-Heimsieg im Derby gegen den SV Holthausen Biene änderte SCSV-Trainer Henry Hupe seine Startformation im Jadestadion auf zwei Positionen. Leon Gensicke und Steffen Wranik liefen für die fehlenden Max Meier und Artem Popov auf.
Samstag letztes Heimspiel gegen Hildesheim
In der Oberliga stehen noch zwei Spiele auf dem Programm des SCSV. Am nächsten Samstag um 17 Uhr erwarten die Schwarz-Weißen im Getränke Hoffmann Stadion VfV Borussia 06 Hildesheim. Das Saisonfinale findet am 17. Mai um 15 Uhr beim Heeslinger SC statt.
SV Wilhelmshaven - SC Spelle-Venhaus 2:0 (0:0)
SV Wilhelmshaven: Herovic - Roschlaub, Chiarodia, Jozic, Pufong, Brehmer, Motango (86. Wichmann), Papachristodoulou, Catic, Mina (89. Abazid), Stainbank (71. Gaiu).-Trainer: Luc Arsene Diamesso.
SC Spelle-Venhaus: Lichtenstein - Höpfner, Jesgarzewski, Krone (31. Dosquet), Lenz - Anton Popov - Gensicke (85. Nähring), Golkowski (90. Bußmann), Jan Popov, Wranik (71. Kehl) - Winnemöller.- Trainer: Henry Hupe.
Auf der Bank: Moll; Ahillen, Oswald.
Tore: 1:0 Yesua Motango (49.), 2:0 Valeriu Gaiu (78.).
Zuschauer: 200 im Jadestadion in Wilhelmshaven.
Schiedsrichter: Benjamin Schmidt (SpVG Laatzen).
Das Foto zeigt Jost Krone (l.), der verletzt ausgewechselt werden musste.