Meppen-Coach Stammermann: Spelle bekommt drei richtig tolle Jungs von uns

12.04.2026 | Fussball Allgemein
Meppen-Coach Stammermann: Spelle bekommt drei richtig tolle Jungs von uns

Im Oberliga-Derby schenkten sich die Spieler nichts. Doch die Atmosphäre beim 1:1 zwischen dem SC Spelle-Venhaus und der U23 des SV Meppen war ausgesprochen freundschaftlich.

Meppens Coach Carsten Stammermann war stolz, dass er in seiner Abschiedssaison bei den Blau-Weißen keins der vier Derbys verloren hat. Gegen den SV Holthausen Biene sammelte er sechs Punkte, gegen den SCSV vier. Er bekannte, dass er gern in Spelle sei, dort auch schon einige Spiele gesehen habe. Zum Sportlichen Leiter Markus Schütte, den er vor zwei Jahren im Urlaub kennengelernt habe, und zu Trainer Henry Hupe habe er gute Drähte. Er wünschte den Schwarz-Weißen alles Gute. „Ich glaube, ihr kriegt drei richtig tolle Jungs von uns, die euch sicherlich weiterhelfen werden“, erklärte er. Daniel Benke und Joe Klöpper konnten den Speller Fans schon zeigen, wie stark sie sind. Jan Wulkotte musste verletzt zuschauen. Im aktuellen Kader des SCSV stehen bereits neun Kicker mit SVM-Vergangenheit: Felix Golkowski, Steffen Schepers, Leon Dosquet, Jan-Hubert Elpermann, Janik Jesgarzewski, Jan-Luca Ahillen, Mattis Niemann, Steffen Wranik und Adrian Lenz.

„Eine der besten Saisonleistungen“

Stammermann war stolz auf den Auftritt seines Teams, dem er im Getränke Hoffmann Stadion „eine der besten Saisonleistungen“ bescheinigte. Richtig klasse sei das Spiel mit der Dreierkette gewesen. „Ich ziehe schon seit einigen Wochen den Hut vor dieser Mannschaft. Was wir für eine Entwicklung genommen haben.“ Gerade in der Anfangsphase setzten die Gäste den SCSV stark unter Druck. „Das Tor war vielleicht ein bisschen glücklich, aber ich glaube, dass wir zu dem Zeitpunkt hochverdient geführt haben.“ Der Treffer durch Moritz Hinnenkamp fiel nach einem Eckball.

Hupe: Das war zu passiv

Mit dieser Phase war Hupe überhaupt nicht zufrieden. Da sei Meppen überlegen gewesen. „Das war zu passiv von uns.“ Das Gegentor bezeichnete der SCSV-Coach als „sehr, sehr ärgerlich nach der Standardsituation, wo wir uns, glaube ich, ein, zweimal wegdrehen. Da müssen wir aktiver zum Ball gehen.“ So lag Spelle nach nicht einmal einer Viertelstunde zurück.

Rückstand belebt SCSV-Fußball-Geister

Wie eine Woche zuvor in Rehden belebte der Rückstand die Speller Fußball-Geister. Nach einem Meppener Abspielfehler sorgte Tom Winnemöller für den Ausgleich. Der Fehler sei ein bisschen erzwungen gewesen, meinte Hupe. „Wir haben Spelle wieder ins Spiel gebracht“, schätzte Stammermann den Anteil seiner Mannschaft am 1:1 auf 95 Prozent. Er war froh, dass der Gastgeber das zweite Meppener Geschenk nicht annahm. Danach habe sich sein Team wieder gefangen.

Die Bilder zum Spiel!

„Gerechtes Unentschieden“

Hupe wusste, dass der Ausgleich seinem Team in die Karten gespielt hatte. Danach sei die Partie „sehr, sehr ausgeglichen“ gewesen. „Es gab Phasen, in denen wir ein bisschen näher dran waren.“ Aber hinten heraus hätte der SV Meppen „das Spiel auch auf seine Seite ziehen können. Aber unterm Strich ist es dann doch ein gerechtes Unentschieden, das sich nicht ganz so gut anfühlt, weil wir gerne die drei Punkte geholt hätten.“

Beide Teams spielten auf Sieg

Stammermann hob hervor, dass beide Mannschaften bis zuletzt „auf Sieg gespielt haben“. Er verwies auf die große Chance des Ex-Meppeners Janik Jesgarzewski, die Torwart Shirin Namoyan super vereitelt habe. Seine Elf habe bei Konterchancen vielleicht auch schlechte Entscheidungen getroffen. „Ich glaube, wenn wir Spelle nicht ins Spiel bringen, gehen wir als Sieger vom Platz“, war der 56-Jährige froh, dass die Meppener vor dem SCSV geblieben sind. „Das war unser Minimalziel.“

 

Das Foto zeigt (v.l.): Marvin Kehl, Tom Winnemöller und Jonas Goldenstein.

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