Spelle macht beim Verfolgerduell in Bersenbrück zweimal einen Rückstand wett

13.03.2026 | Fussball Allgemein
Spelle macht beim Verfolgerduell in Bersenbrück zweimal einen Rückstand wett

Fußball-Oberligist SC Spelle-Venhaus holt beim 2:2 (1:0) im packenden Verfolgerduell beim TuS Bersenbrück den ersten Punkt im neuen Jahr. „Hochverdient“, bescheinigte der Sportliche Leiter Markus Schütte den Emsländern ein richtig gutes Spiel. Sie bewiesen zudem Moral und machten zweimal einen Rückstand wett.

„Bis auf die ersten zehn Minuten haben die Jungs stark gespielt“, erklärte Schütte nach der kampfbetonten Partie. „Alle haben sich super reingehauen.“ Auffällig der junge Jan Popov. Die Speller registrierten zufrieden, dass nach zwei Niederlagen nach der Winterpause der Negativtrend gestoppt ist. „Nicht jeder Oberligist kann von sich sagen, dass er vier Punkte gegen Bersenbrück geholt hat“, meinte Schütte. „Jetzt freuen wir uns auf das Derby am Mittwoch in Biene.

Früher Rückstand

Spelle fand nur schwer ins Spiel. Schon in der dritten Minute kassierten die Schwarz-Weißen das 0:1: Nach einer guten Möglichkeit kam Bersenbrück zum Eckball. Nach einer hektischen Szene im Strafraum staubte Connor Fabien Rohra ab. Die SCSV-Abwehr sah nicht gut aus. Der Gastgeber lauerte auf Fehler der Gäste, sorgte in der starken Offensive für viel Tempo und kam zu weiteren Gelegenheiten.

Emsländer nicht geschockt

Doch die Emsländer zeigten sich keinesfalls geschockt. Nach zehn Minuten waren sie auf Augenhöhe. Nach einer Viertelstunde die beste Möglichkeit für die Mannschaft von Trainer Henry Hupe: Janik Jesgarzewski traf die Latte des gegnerischen Tores. Pech für den SCSV. Die nächste große Chance hatte Leon Dosquet nach einer Ecke. Doch es blieb beim 0:1.

Viele Aktionen über Oswald

Die Schwarz-Weißen spielten ordentlich nach vorn und kamen zu einigen Eckbällen. Viel lief auf der linken Seite über Niklas Oswald. „Zur Pause wäre ein Unentschieden verdient gewesen“, lautete Schüttes Bilanz. Denn auch die Abwehr ließ wenig zu.

Jesgarzewskis vierter Saisontreffer

Der Ausgleich gelang elf Minuten nach dem Seitenwechsel. Nach einem Eckball von Luca Tersteeg traf Janik Jesgarzewski mit einem überragenden Kopfball zum 1:1. Der Ball senkte sich als Bogenlampe ins Tornetz. Damit erzielte der Kapitän bereits seinen vierten Saisontreffer.

TuS-Führung nach Konter

Aber nach einem Konter über die rechte Seite ging Bersenbrück erneut in Führung. Markus Lührmann traf per Kopfball. Ein unnötiger Gegentreffer. Beinahe im Gegenzug verpasste Spelles Oswald den erneuten Ausgleich. Danach ließ der TuS die Chance zum 3:1 liegen.

Winnemöller gleicht spät aus

Das bestrafte Tom Winnemöller in der 85. Minute mit dem 2:2. Spelles in dieser Saison torgefährlichster Spieler zog entschlossen ab, als ein Bersenbrücker den Ball nicht unter Kontrolle bekam. Und der SCSV blieb am Drücker, suchte auch in der siebenminütigen Nachspielzeit die Entscheidung. Oswald traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz des TuS-Gehäuses.

Jeweils zwei Änderungen in der Startelf

Spelles Trainer Henry Hupe hatte die Startformation im Vergleich zum Heimspiel gegen Atlas Delmenhorst auf Positionen verändert: Der leicht angeschlagene Jan-Luca Ahillen und Jan-Hubert Elpermann nahmen auf der Bank Platz. Dafür liefen Marvin Kehl und Niklas Oswald von Beginn an auf. Auch Bersenbrücks Coach Andy Steinmann wechselte im Vergleich zum 2:2 beim Vorletzten Lupo-Martini Wolfsburg zweimal: Fyn Luca Ebeling und Michael Eickschläger kamen für Philipp Schmidt und Nick Claushallmann

Am Mittwoch zum Derby nach Biene

Die Partie in Bersenbrück war für den SCSV der Auftakt einer englischen Woche. Am Mittwoch (18.3.) um 19.30 Uhr findet das Derby beim SV Holthausen Biene statt. Am Sonntag danach (22.3.) um 15 Uhr erwartet Spelle den FC Verden im heimischen Getränke Hoffmann Stadion.

 

TuS Bersenbrück – SC Spelle-Venhaus 2:2 (1:0)

TuS Bersenbrück: Böhmann – Waldow, Alvarez, Lührmann, Ebeling, Eiter, Traoré (86. Winter), Eickschläger (78. Siemer), Manneh (78. Emmrich), Rohra (80. Zucht), Wellmann.- Trainer: Andy Steinmann.

SC Spelle-Venhaus: Niemann – Jesgarzewski, Tersteeg (81. Höpfner), Dosquet, Krone (64. Elpermann) - Jan Popov, Golkowski - Kemna (83. Artem Popov), Winnemöller.- Trainer: Henry Hupe.

Auf der Bank: Lichtenstein; Anton Popov, Bußmann, Ahillen.

Tore: 1:0 Connor Fabien Rohra (3.), 1:1 Janik Jesgarzewski (56.), 2:1 Markus Lührmann (63.), 2:2 Tom Winnemöller (85.)

Zuschauer: 446 im Hasestadion in Bersenbrück.

Schiedsrichter: Jan Kruse (TuS Ekern/Gemeinde Bad Zwischenahn).

 

Das Archiv-Foto zeigt Janik Jesgarzewski.

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