Spelle siegt trotz 20-minütiger Unterzahl beim Angstgegner Egestorf-Langreder
Der SC Spelle-Venhaus hat beim Angstgegner 1. FC Germania Egestorf-Langreder trotz knapp 20-minütiger Unterzahl 1:0 (0:0) gewonnen. Das Tor des Tages erzielte Moritz Pauli. Felix Golkowski sah eine gute Viertelstunde vor dem Abpfiff die Gelbrote Karte. In der Nachspielzeit musste auch der eingewechselte Hannes Milan beim Gastgeber vorzeitig vom Platz.
Die Speller jubelten reichlich nach dem wichtigen Erfolg, der den Verbleib in der Spitzengruppe der Oberliga Niedersachsen sicherte. Von den vorherigen 16 Duellen mit Egestorf-Langreder hatten sie 13 verloren, nur zwei gewonnen und ein Remis verbucht. Bei den wiedererstarkten Gastgebern, die zuvor zwei Pflichtspiele in Folge gesiegt hatten und im Niedersachsenpokal erst nach Elfmeterschießen gegen Bersenbrück ausgeschieden waren, feierten die Emsländer erst den zweiten Dreier. Erstmals gewann sie vor fast zwölf Jahren 4:1.
Vier Wechsel in der Startformation
Spelles Trainer Henry Hupe nahm erstmals in dieser Saison eine größere Veränderung in der Startelf vor: Adrian Lenz, Jan Popov, Artem Popov und Jan-Luca Ahillen, die beim 4:1 im Pokalspiel gegen den Lüneburger SK Hansa am vergangenen Wochenende eingewechselt wurden, standen im Stadion An der Ammerke von Beginn an auf dem Platz. Dafür mussten Benjamin Evers, Tom Winnemöller, Sebastian Kehl und Anton Popov zunächst auf der Bank Platz nehmen.
Chancen vor der Pause
Die Gäste verfügten über die erste Möglichkeit: Lenz gab den ersten Torschuss in der fünften Minute ab. Die folgende Ecke nutzte der Gast nicht. Nach einem Freistoß von Moritz Pauli, der bereits zweimal einen ruhenden Ball zum Torerfolg genutzt hatte, schoss erneut Lenz auf das von Emil Strauch gehütete Gehäuse der Gastgeber. Weil auch Luka Klimek SCSV-Keeper Mattis Niemann nicht überwinden konnte, blieb es zur Pause beim torlosen Remis.
Pauli trifft erneut
Doch nach einer knappen Stunde war es endlich soweit: Die Schwarz-Weißen und die wenigen nach Barsinghausen mitgereisten Fans durften jubeln: Pauli traf nach einer Ecke per Kopf zum 1:0 für die Gäste.
Gelbrot für Golkowski
In der Schlussphase wurde es noch einmal reichlich spannend. Denn die Mannschaft von Trainer Boris Besovic, die im zweiten Durchgang einige Abschlüsse verzeichnet hatte, spielte genau 19 Minuten in Überzahl: SCSV-Mittelfeldspieler Felix Golkowski sah sechs Minuten nach der Gelben Karte (68.) von Schiedsrichter Maron Arends (SV Leybucht) die Ampelkarte. In der Nachspielzeit schickte der Referee auch Hannes Milan vom Gastgeber vorzeitig in die Kabine.
Montag Auslosung im Niedersachsenpokal
Spannend geht es am Montag weiter für den SCSV. Ab 17.30 Uhr lost der Niedersächsische Fußballverband die Halbfinals im Niedersachsenpokal aus. Dabei sind neben dem SC Spelle-Venhaus, der erneut auf ein Heimspiel hofft, noch der TuS Bersenbrück, BSV Rehden und der SV Wilhelmshaven vertreten.
Nächsten Sonntag beim Aufsteiger SC Hemmingen-Westerfeld
Das nächste Spiel bestreitet der SCSV wieder auswärts. Er tritt am Sonntag um 15 Uhr beim Aufsteiger SC Hemmingen-Westerfeld vor den Toren Hannovers an.
1. FC Germania Egestorf-Langreder – SC Spelle-Venhaus 0:1 (0:0)
1. FC Germania Egestorf-Langreder: Strauch – Hoffmann, Zürn, Denker, Anger (35. Milan), Baumgratz, Swientek (84. Becker), Ballerstedt (89. Heuer), Koba (77. Takyi), Klimek (35. Nolte), Ugoala.-Trainer: Boris Besovic.
SC Spelle-Venhaus: Niemann – Höpfner, Pauli, Jesgarzewski, Meier (88. Krone) – Jan Popov (90.+1 Wulkotte), Ahillen, Golkowski – Benke (62. Evers), Artem Popov (69. Winnemöller), Lenz (77. Kehl). -Trainer: Henry Hupe.
Auf der Bank: Lichtenstein – Anton Popov, Oswald, Tersteeg.
Tor: 0:1 Moritz Pauli (57.).
Gelbrote Karte: Golkowski (74.), Milan (90.+3).
Schiedsrichter: Maron Arends (SV Leybucht/Landkreis Aurich).
Zuschauer: 50 im Stadion an der Ammerke in Barsinghausen-Egestorf.
Das Foto zeigt Adrian Lenz.