Nicht nur für Bienes Philipp Elfert ist das Derby in Spelle ein absolutes Highlight
Derby-Stimmung im Emsland. Am Freitag um 19.30 Uhr erwartet Fußball-Oberligist SC Spelle-Venhaus den SV Holthausen zum Flutlicht-Duell. Einer, den diese Partie ganz besonders reizt, ist Philipp Elfert. Der 32-Jährige spielt im vierten Jahr in Biene. Zwischenzeitlich war er neun Serien in Spelle aktiv. „Das war eine verdammt coole Zeit“, ist seine Vorfreude auf die Rückkehr ins Getränke Hoffmann Stadion riesengroß.
„Ich habe im Seniorenbereich ja nur für Biene und Spelle gespielt“, sagt Philipp Elfert. Diese familiären Vereine habe er gut gewählt, ist er zufrieden. In der Jugend war er für den FC Leschede, Twente Enschede und den SV Meppen aktiv. 2015 kam er von Biene zum SCSV, 2024 kehrte er an den Biener Busch zurück.
„Neun überragende Jahre“
Zu den Höhepunkten seiner Karriere in „neun überragenden Jahren“ in Spelle zählt der laufstarke zentrale defensive Mittelfeldspieler die NFV-Pokalspiele gegen den VfL Osnabrück (0:4) vor 1796 Zuschauern im August 2015 und gegen den VfB Oldenburg (2:1) im Juli 2017 sowie das Finale 2023 beim TuS Bersenbrück, auch wenn der SCSV den Einzug in den DFB-Pokalwettbewerb verpasste. Hinzu kommen die Freundschaftsspiele gegen Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 im jeweils ausverkauften Getränke Hoffmann Stadion. Absolutes Highlight war die Meisterschaft in der Oberliga Nord und der damit verbundene Aufstieg in die Regionalliga.
Noch gute Kontakte zu ehemaligen Weggefährten
Elfert blieb neun Jahre beim SCSV, für den er 245 Pflichtspiele absolvierte. „Aber ich war nicht der Einzige, der lange da war“, fallen ihm Torben Stegemann, Jan-Hubert Elpermann, Bernd Lichtenstein, Sascha Wald , Christoph Ahrens oder Stefan Raming-Freesen ein. In seiner Zeit in Spelle habe es immer so einen Kern der Mannschaft gegeben. „Das ist einfach ein Riesen-Pluspunkt für den Verein.“ Zu seinen langjährigen ehemaligen Weggefährten hat Elfert immer noch Kontakt, Dazu gehören auch noch Janik Jesgarzewski, Jannik Landwehr, Jan-Luca Ahillen und Bernd Lichtenstein oder der Sportliche Leiter Markus Schütte. Als Zuschauer war Elfert diese Saison noch nicht im Getränke Hoffmann Stadion. „Es passte nicht.“ Vergangene Saison hat er fünf oder sechs Partien verfolgt.
„3:3 in Unterzahl wichtig für die Moral“
Beim Derby unter Flutlicht am Biener Busch stand Elfert gegen den SCSV auf dem Platz. Der Gastgeber drehte in Unterzahl einen 1:3-Rückstand und holte noch einen Punkt. „Da hat wohl niemand mehr mit gerechnet“, sagt der Fußballer. „Es war im Endeffekt auch nur ein Punkt. Aber für unsere Moral und für die Stimmung nach dem Spiel war es super wichtig.“ Doch für den Klassenerhalt des Aufsteigers wird es trotzdem nicht reichen.
Biener Verletzungspech
„Uns war von vornherein klar, dass wir uns im unteren Tabellendrittel aufhalten und gegen den Abstieg spielen. Aber wir hatten uns mehr erhofft“, erklärt Elfert. Doch für die aktuelle Situation auf dem vorletzten Platz gebe es Gründe, wie das Verletzungspech gerade in der Hinrunde und jetzt wieder in den letzten Spielen. „Dann wird es schwierig.“
Im Team mit seinem Bruder David
In Biene spielt Philipp Elfert mit seinem Bruder David zusammen. Das war ein Grund für den Wechsel. „Ich glaube, das ist gut aufgegangen“, urteilt der 32-Jährige. Aber er verstehe sich auch mit den anderen Jungs bestens. Die Kabine in Biene sei genauso top wie die vorher in Spelle. Dass sein Bruder dort auch einen Platz habe, sei ein Pluspunkt. Zum Kader von Trainer Emiel ten Donkelaar gehören mit den beiden Elfert-Brüdern, Abdullah Arfeen, Timo Nichau, Tim Feldhaus, Daniel Olthoff, Johannes Wintermann und Fabian Lindenschmidt acht Spieler mit SCSV-Erfahrung. Auf Speller Seite stehen mit Jan-Hubert Elpermann und Steffen Schepers zwei ehemalige Biener.
Derby-Sieg mehr als drei Punkte
Nicht nur die ehemaligen Schwarz-Weißen freuen sich auf das Derby am Freitag. Schon vor der Saison hätten gefühlt 80 Prozent der Spieler gesagt, die Vorfreude auf die Duelle gegen Spelle sei am größten. „Das ist ein absolutes Highlight.“ Dabei gehe es um mehr als drei Punkte, nämlich darum, „vielleicht auch noch mal den Derby-Sieg zu feiern“.
Noch ein Bonus
Für Philipp Elfert gibt es noch einen Bonus: „Ich freue mich extrem darauf, in Spelle mal wieder auf dem Hauptplatz zu spielen, auf dem ich neun Jahre aufgelaufen bin, auf die Kulisse und auf das Umfeld mit vielen Bekannten.“
Das Foto zeigt Philipp Elfert im Speller Trikot (vorn). Foto: Picturepower