2:2 in Bersenbrück: Schreckminuten nur für die Speller Fans am Liveticker
Endlich der erste Punktgewinn für den Fußball-Oberligisten SC Spelle-Venhaus im neuen Jahr. Das 2:2 im Verfolgerduell beim TuS Bersenbrück war hochverdient. Ein paar Schreckminuten gab es nur für die Fans des SCSV am Liveticker.
Was war passiert? Unmittelbar nach dem Ausgleich von Tom Winnemöller zum 2:2 in der 85. Minute tauchte im Liveticker von fussball.de die Nachricht auf „Strafstoßtor durch Jeremiah Winter“. Das wäre das 3:2 für den TuS Bersenbrück gewesen. Danach gab es zunächst keine Aktualisierung mehr. Doch selbst in der letzten Minute der Verlängerung wurde beim Ergebnis noch ein 3:2 angeführt.
Einwechslung statt Strafstoßtor
„Wir haben davon nichts mitbekommen“, sagte Spelles Trainer Henry Hupe, der ja auch am Spielfeldrand bei der packenden Partie im Hasestadion gefordert war. Speller Anhänger riefen bei Bekannten vor Ort an, denn im „Liveticker SCSV Fussball“ auf WhatsApp blieb es beharrlich beim 2:2. Und das wurde auch als Endstand verkündet. Später stellte sich heraus, dass Bersenbrücks Jeremiah Winter kein Strafstoßtor geschossen hatte, sondern in der 86. Minute für Hakim Traoré eingewechselt worden war.
Hupe bescheinigt sehr gute Leistung
Spelles Sportlicher Leiter Markus Schütte und Hupe sprachen von einem hochverdienten Remis und einer guten Vorstellung der Emsländer in einem intensiven und packenden Derby. „Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt und hatten sehr viele sehr gute Ballbesitzphasen“, erklärte der Trainer.
Unglücklicher Start
Dabei startete Spelle unglücklich. Nach einer sehr guten Chance nutzte Bersenbrück die folgende Ecke zur Führung. „Der Gegner macht es echt gut. Aber das können wir mit Sicherheit besser verteidigen“, meinte Hupe. Doch nur ein paar Minuten später hatten die Speller die passende Betriebstemperatur. Sie verteidigten konsequenter gegen einen Gastgeber, der sich zumeist auf schnelle Konter verlegte. Dabei hatte die torgefährlichste Offensive der Liga ihre Momente. „Aber wir hatten sie auch“, stellte Hupe fest. Am Ende sei sein Team vielleicht sogar näher am Dreier gewesen. „Aber der Punkt geht für beide in Ordnung.“
Bis zur letzten Sekunde alles versucht
Spelle wollte auch in der rund achtminütigen Nachspielzeit den Sieg. „Die Bereitschaft war bis zur letzten Sekunde da. Wir haben uns nicht zufrieden gegeben mit dem Ausgleichstreffer und dann versucht das Spiel über die Zeit zu bringen. Ganz im Gegenteil. Man hat richtig gespürt, dass wir noch ein Tor schießen wollten, um drei Punkte mitzunehmen.“ Dabei hätten die Schwarz-Weißen nicht die Struktur verloren, denn auch Bersenbrück habe mehr gewollt.
Höpfners Comeback
Nach der Pause musste der SCSV wechseln: Luca Tersteeg ging mit Leistenbeschwerden. Für ihn gab der gerade zurückgekehrte Tjark Höpfner sein Comeback. Jan-Hubert Elpermann kam für den mit Gelb vorbelasteten Jost Krone.
Gefährliche Standards
Sehr unterschiedlich entstanden die beiden Speller Tore. Nach Tersteeg-Eckball glich Janik Jesgarzewski zum 1:1 aus. Bei Standards ist der SCSV gefährlicher geworden. Auch ein Verdienst von Co-Trainer Thomas Klimka. Beim 2:2 nutzte Tom Winnemöller einen Patzer seines Gegenspielers.
Freies Wochenende
Nach der kurzen Rückkehr aus Bersenbrück verabschiedeten sich die Speller Fußballer in ein freies Wochenende. „Das haben die Jungs verdient“, sagte Hupe. Trainiert wird wieder am Montag und am Dienstag. Am Mittwoch geht es zum Derby zum SV Holthausen Biene (Anstoß: 19.30 Uhr), das ist der zweite Teil der englischen Woche. Am darauffolgenden Sonntag erwartet der SCSV den FC Verden im heimischen Getränke Hoffmann Stadion.
Screenshots: www.fussball .de