SC Spelle-Venhaus: So sieht die neue Oberliga Niedersachsen aus

11.06.2026 | Fussball Allgemein
SC Spelle-Venhaus: So sieht die neue Oberliga Niedersachsen aus

Die Oberliga-Niedersachsen für die Saison 2026/27 „steht“: Der SC Spelle-Venhaus trifft in der nächsten Serie auf fünf neue Kontrahenten.

Atlas Delmenhorst hat den Sprung in die Regionalliga geschafft. Mit dem MTV Wolfenbüttel, dem TSV Wetschen und dem SV Holthausen Biene mussten gleich drei von vier Aufsteigern in die Landesliga zurück. Nur der Lüneburger SK Hansa schaffte immerhin als Sechster – einen Rang vor dem SCSV – den Klassenerhalt. Vierter Absteiger ist USI Lupo-Martini Wolfsburg.

Neu in der Oberliga sind Regionalliga-Absteiger BW Lohne – trotz der Verpflichtung von Ex-SV-Meppen-Trainer Christian Neidhart als Feuerwehrmann. Für Neidhart endete das Gastspiel nach einem halben Jahr. Aufgestiegen aus den Landesligen sind Vorwärts Nordhorn (Weser-Ems), SSV Vorsfelde (Braunschweig), SC Hemmingen-Westerfeld (Hannover) und SV Drochtersen/Assel II (Lüneburg).

Wiedersehen mit Lohne und Christian Düker

Bei BW Lohne, das nach vier Jahren in der vierten Liga wieder in die Oberliga zurückkehren musste, treffen die Speller zumindest auf einen alten Bekannten im Team des neuen Trainers Hammad El-Arab: Christian Düker verlässt nämlich ein Jahr nach dem Abschied vom SCSV auch den Bezirksligisten SV Bethen wieder. Er wechselt zurück zu BW Lohne. Für die Blau-Weißen ist er schon von 2021 bis 2024 aufgelaufen, war also beim Regionalliga-Aufstieg dabei. Für Spelle hat der Defensivfußballer in der Saison 2024/25 insgesamt 32 Pflichtspiele bestritten.

Ex-Nationalspieler trainiert Vorwärts Nordhorn

Spelle ist gespannt auf die Derbys gegen Vorwärts Nordhorn, die auch ein Wiedersehen mit Niklas Harms-Ensink bedeuten. Der 23-Jährige ist im vergangenen Sommer von den Grafschaftern zum SCSV gekommen, aber schon im Winter ohne einen Pflichtspieleinsatz für die Schwarz-Weißen wieder zum Ex-Verein zurückgekehrt, bei dem er wieder mit seinem Zwillingsbruder Leon aufgelaufen ist. Der Flügelspieler, den Verletzungen und Erkrankungen ausbremsten, war mit dem Speller Felix Golkowski gemeinsam beim JLZ Emsland. Vorwärts-Trainer Viktor Maier hat auch für den SV Meppen und den FC Eintracht Rheine gespielt. Er hat sieben Partien in der U16 und U17 des DFB absolviert sowie 24 Spiele (4 Tore) für die Nationalmannschaft von Kirgisistan. Sein Team setzte sich in der Landesliga Weser-Ems mit einem Punkt Vorsprung vor dem BV Garrel durch. Beste Torschützen waren Christopher Hölscher (26) und Kamaljit Singh (22) - sie erzielten mehr als die Hälfte der 84 Punktspieltreffer der Nordhorner. Vorwärts und der SCSV spielten zuletzt gemeinsam vor 14 Jahren in der Bezirksliga.

Vorsfelde mit bestem Angriff und bester Abwehr

Auch der SSV Vorsfelde ist kein Unbekannter für die Emsländer: Die Mannschaft von Trainer René Wegner kehrte nach nur einem Jahr als Meister der Landesliga Braunschweig in die Oberliga zurück. Der Club aus dem Stadtteil Vorsfelde im Nordosten von Wolfsburg holte den Titel mit drei Punkten Vorsprung (73) und der klar besseren Tordifferenz vor dem MTV Gifhorn. Der SSV stellte mit 92 Treffern die beste Offensive und mit 30 Gegentreffern die stabilste Abwehr der Liga. Justin Neuner, Mahmud Chaaban (beide 12), Dustin Reich (11) und Pelle Erik Blaukat (10) hatten den größten Anteil am Vorsfelder Torreigen. Dauerbrenner war Abwehrspieler Dennis Dubiel, der keine einzige Punktspiel-Sekunde verpasste. Auf den SCSV wartet beim SSV die zweitweiteste Anreise (277 Kilometer).

Drochtersen/Assel II vorzeitig Meister

Die weiteste Fahrt müssen die Schwarz-Weißen zum SV Drochtersen/Assel II antreten (285). Das Team des 24-jährigen, vom Co- zum Cheftrainer aufgestiegenen Milan Schweiger, hat sich bereits vier Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft in der Landesliga Lüneburg gesichert. Der Vorsprung vor dem Zweiten, BW Bornreihe, betrug zehn Zähler. In 30 Partien ließ das Team, das mit 22 Gegentreffern die beste Abwehrreihe stellte, nur 17 Punkte liegen. Beste Schützen waren André Filipe Ferreira Ribeiro (17) und Jan-Miklas Steffens (13). Die Talentschmiede aus der 11.000-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Stade ist bis auf eine Klasse an die Regionalliga-Mannschaft des SVD/A herangerückt. Das war auch das Ziel des ambitionierten Vereins, der seine Zukunft in der 3. Liga sieht.

Hemmingen-Westerfeld 2011 noch in der 1. Kreisklasse

Der SC Hemmingen-Westerfeld ist zufrieden, dass er den Aufstieg in die Oberliga geschafft hat. Vor 15 Jahren kickte die Erste des Clubs aus der Gemeinde Hemmingen (rund 19.000 Einwohner), die an die niedersächsische Landeshauptstadt grenzt, noch in der 1. Kreisklasse. Das Team von Trainer Tim-Hendrik Hoffmann sicherte sich den Titel in der Landesliga Hannover mit drei Punkten Vorsprung vor STK Eilvese. Top-Torschützen sind Niclas Tanner (22) und Christopher Schultz (19).

 

Oberliga Niedersachsen 2026/27

BW Lohne (A)

1. FC Germania Egestorf-Langreder

Heeslinger SC

VfV Borussia 09 Hildesheim

SV Wilhelmshaven

Lüneburger SK Hansa

SC Spelle-Venhaus

SV Meppen II

TuS Bersenbrück

BSV Rehden

FC Verden

Eintracht Braunschweig II

Vorwärts Nordhorn (N)

FC Hemmingen-Westerfeld (N)

SSV Vorsfelde (N)

SV Drochtersen/Assel II (N)

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A = Absteiger aus der Regionalliga

N = Aufsteiger aus der Landesliga

 

Die Fotomontage zeigt die Ex-Speller Christian Düker (l./BW Lohne) und Niklas Harms-Ensink (Vorwärts Nordhorn).

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