Oswald, Kehl, Höpfner, Schepers identifizieren sich mit Spelle – und bleiben
Gleich vier weitere Spieler bleiben in der nächsten Saison beim Fußball-Oberligisten SC Spelle-Venhaus. Niklas Oswald, Marvin Kehl, Steffen Schepers und Tjark Höpfner machen deutlich, dass sie sich bei den Schwarz-Weißen menschlich sowie sportlich wohlfühlen und die Ambitionen des Vereins schätzen. Kehl wörtlich: „Ich bekomme in Spelle das Beste geboten, was fußballerisch für mich möglich ist.“
Auch die anderen Spieler sind bestens zufrieden beim SCSV: „Wir haben eine sehr homogene Mannschaft. Sowohl auf als auch neben dem Platz verstehen wir uns sehr gut. Wir haben junge, hungrige Trainer, die uns weiterbringen wollen“, erklärt Oswald. Zudem habe der Verein coole Ziele: „Er möchte immer oben mitspielen.“ Auch Kehl erwartet in der neuen Serie eine „hohe Leistungsfähigkeit unserer Truppe“ und hofft auf mehr Konstanz als in den vergangenen beiden Serien, weil die Spieler die Handschrift von Trainer Henry Hupe immer besser lesen könnten.
„Fußball in Spelle macht richtig Spaß“
Schepers nennt das familiäre Umfeld. Zudem verstehe er sich mit allen Mitspielern und schätze das gute Mannschaftsgefüge. Vom qualitativ sehr guten und breit aufgestellten Kader der nächsten Serie erwartet er, dass „alle gierig sind, dass alle bestmöglich performen, jeder sein Ego hintenanstellt, dem anderen alles gönnt“ und die Spieler sich gegenseitig pushen. Höpfner hat nach der Rückkehr aus Hamburg wieder gespürt, dass Fußball in Spelle richtig Spaß macht, „beim Training, beim Spiel und mit den Jungs in der Kabine den Kopf frei zu bekommen“. Zusätzliche Motivation ist für ihn, dass er künftig mit seinem Freund Benjamin Evers zusammenspielt, der von Preußen Münsters U23 zu den Schwarz-Weißen kommt.
Mit der „13“ noch auffälliger
Höpfner ist 2024 von der U19 der Preußen zum SCSV gestoßen. Im Winter wechselte er zu USC Paloma nach Hamburg, kehrte aber im Frühjahr zurück. Spelle hatte nicht mehr mit ihm geplant, und mit Jip Kemna sowie Adrian Lenz, der Höpfners Trikotnummer „23“ übernahm, zwei Spieler verpflichtet. Der 20-Jährige, der in der Jugend zunächst für Teutonia Riesenbeck spielte, läuft jetzt mit der „13“ auf. Eigentlich sollte er sich hinten anstellen, doch er nutzte seine Chance, war einer der Konstantesten in der Rückserie und hat sich nach Schüttes Einschätzung „auf der rechten Seite fast unverzichtbar gemacht“. Höpfner hat 40 Pflichtspiele für Spelle bestritten und fünfmal getroffen. Sein Treffer gegen Rehden wurde als niedersächsisches Tor des Monats August 2024 gewählt.
„Viele Torbeteiligungen sammeln“
Oswald geht schon ins vierte Jahr in Spelle. Er ist über die Jugend von Viktoria Georgsmarienhütte, den TuS Bersenbrück und BW Lohne gekommen. In 73 Partien hat er siebenmal getroffen. Der 27-Jährige hat einige Erfahrungen mitgebracht und zählt zu den schnellsten Spielern der Liga. Der SCSV erwartet von ihm eine Leistungssteigerung und mehr Torgefahr. „Niklas will es uns und sich selbst beweisen“, sagt Schütte. „Er ist für uns in der Mannschaft sehr wichtig und hat ein großes Standing bei seinen Mitspielern. Das ist ein richtig feiner Junge.“ Oswald will endlich wieder verletzungsfrei bleiben, der Mannschaft mit seinen Stärken helfen und „möglichst viele Torbeteiligungen sammeln“.
„Steffen lässt sein Herz auf dem Platz“
Schepers war in den vergangenen drei Jahren vom Verletzungspech gebeutelt. Am Ende der aktuellen Saison kam er nach zwölfmonatiger Pause nach einem Kreuzbandriss endlich wieder zu zwei Kurzeinsätzen und spricht nach den Spielen gegen Heeslingen und Mönchengladbach vom Happy End. 2023 setzten ihn eine Schambeinentzündung und Leistenprobleme monatelang matt. Jetzt will er sich selbst und allen anderen beweisen, dass er Oberliga spielen kann. „Steffen hat schon gezeigt, wie wertvoll er ist. Er lässt das Herz immer auf den Platz. Das ist eine Tugend, die wir sehen wollen“, nennt Schütte das Verhalten des Außenbahnspielers vorbildlich. Er sei auch als Typ für die Mannschaft wichtig. Für den 29-jährigen Linksfuß war es wichtig, dass er „mental gut durch die Verletzungen gekommen“ sei. Jetzt will er erneut angreifen. 25 Spiele hat er für den SCSV bestritten und dabei sechs Tore erzielt. Er war zuvor beim TuS Haren (Jugend und Herren), JLZ Emsland und beim SV Holthausen Biene aktiv.
„Ein Unterschiedsspieler“
Kehl ist zufrieden, dass er seit Jahren erstmals wieder eine komplette Halbserie ohne Verletzung durchgespielt hat. In der neuen Saison will er „die Jungs unterstützen und das eine oder andere Tor schießen, damit es für die Zuschauer beim Jubeln auch etwas zu lachen gibt“, grinst der Spaßvogel. Der über den VfL Kellinghusen, SG Padenstedt, FC St. Pauli (Jugend, U23), Lüneburger SK Hansa, PSV Neumünster, Westfalia Kinderhaus und Preußen Münster II gekommene, technisch versierte Mittelfeldspieler hat für den SCSV in 55 Partien 16 Tore erzielt. „Wenn Marvin fit ist, ist er ein Unterschiedsspieler in dieser Liga. Wenn er den Ball hat, weiß man nie, was passiert“, lobt Schütte die Spielfreude des 29-Jährigen, der auch einige Anfragen und attraktive Angebote aus Nordrhein-Westfalen erhalten, sich aber für den SCSV entschieden habe.
Das Titelfoto zeigt (v.l.): Steffen Schepers, Tjark Höpfner, Niklas Oswald und Marvin Kehl.