Spelle erwartet Sonntag Schöningen zum Oberliga-Kracher

04.04.2025 | Fussball Allgemein
Spelle erwartet Sonntag Schöningen zum Oberliga-Kracher

Oberliga-Kracher im Getränke Hoffmann Stadion: Der SC Spelle-Venhaus erwartet am Sonntag ab 15 Uhr die Fußball-Sport-Vereinigung Schöningen, die sich den Aufstieg in die Regionalliga auf die Fahnen geschrieben hat. Aber auch der Gastgeber hat noch Chancen und dementsprechend beim Norddeutschen Fußballverband die Lizenz zur vierten Liga beantragt.

Die Konstellation vor dem Spiel: Der Gast aus dem Landkreis Helmstedt weist auf dem dritten Tabellenplatz 43 Punkte (25 Spiele) auf. Sollte er die Nachholpartien gewinnen, würde er an Spitzenreiter Atlas Delmenhorst (47/27) und dem Zweiten, HSC Hannover (45/26), vorbeiziehen. Während es die Schöninger noch in der eigenen Hand haben, muss sich der SCSV (41/27) als Sechster auf die Hilfe der Konkurrenz verlassen und zudem einen starken Schlussspurt hinlegen.

Spiele in Rehden und Heeslingen machen Mut

Die Schwarz-Weißen haben seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen. Eine Serie, die sie schon am Wochenende beenden sollten, um ihre Chancen zu wahren. Hoffnung machen die jüngsten Auswärts-Schlager beim BSV Rehden (0:0) und beim Heeslinger SC (2:2). Der Grat zwischen Sieg und Niederlage war für den SCSV in den letzten Partien knapp. „Gegen Vorsfelde war ein Sieg möglich, in Heeslingen auch. Gegen Celle war ein Punkt zwingend erforderlich“, sagt Trainer Tobias Harink. Wäre das gelungen, hätte sein Team jetzt die Spitzenposition inne und weitaus bessere Karten.

Harink: Motivation sehr hoch

„Wir sind weit davon entfernt zu hadern oder zu zweifeln. Ganz im Gegenteil: Die Motivation ist sehr hoch, das Ganze in Form von Punkten wieder in die richtige Bahn zu lenken“, erklärt Harink entschlossen. Dabei denken die Speller von Spiel zu Spiel. Jetzt über langfristige Ziele und Platzierungen in dieser Saison zu sprechen, sei unrealistisch. „Wir sind gerade nicht in der Pole-Position. Da können andere Mannschaften höhere Ansprüche stellen.“

Auch Landwehr fehlt

Die personelle Situation bleibt angespannt. Steffen Schepers (Kreuzbandriss) und Anton Popov (Fußverletzung) fallen länger aus. Jannik Landwehr (Muskelfaserriss) könnte Ostern wieder mitmischen. Niklas Oswald ist erkrankt, sein Einsatz noch fraglich. Dafür stehen Tom Winnemöller und Jan-Luca Ahillen, der jedoch einen Trainingsrückstand hat, wieder zur Verfügung.

Tersteeg meldet sich stark zurück

„Wir hatten die ganze Saison noch nicht die Situation, dass alle Spieler einsatzfähig warenm“, stellt Harink fest. Aber der Kader ist breit aufgestellt. Der Trainer kann jeden Spieler bringen, der dann kurzfristig die Chance erhält, sich ins Team zu spielen und eine wichtige Position zu übernehmen. Wie etwa der länger verletzte Luca Tersteeg. In der englischen Woche Ende März spielte er dreimal von Beginn an, zweimal über die komplette Spielzeit. „Das war so nicht zu erwarten“, weiß der Trainer, der dem 21-Jährigen gut Spiele bescheinigt. Auch Marvin Kehl sei direkt wieder von null auf hundert gekommen. „Wir werden Sonntag eine gute Mannschaft auf den Platz bekommen, um das Spiel zu gewinnen“, sagt der Coach.

Gast mit erfahrenen Spielern

Schöningens Trainer Christian Benbennek, der auch schon den BFC Dynamo, Alemannia Aachen, den TSV Havelse und den österreichischen Erstligisten SV Ried gecoacht hat, verfügt über eine routinierte Mannschaft. Im Kader stehen erfahrene und ältere Spieler wie Christian Beck, der über 300 Partien für den 1. FC Magdeburg absolviert hat, oder Abwehrrecke Daniel Reiche (beide 37). Das Team spielt sehr körperlich, ist bei langen Bällen und Standards gefährlich. Dennoch gelang dieses Jahr erst ein Sieg. Zuletzt blieb die FSV viermal ohne Tor.

In Schöningen nach 0:2 noch 2:2

Aber die Speller wissen, wie schwer die Aufgabe wird, auch wenn sie in Schöningen durch Tore von Jan-Hubert Elpermann und Tom Winnemöller einen 0:2-Rückstand egalisierten. In Heeslingen haben sie am vergangenen Wochenende zweimal ausgeglichen. Dabei hat die positive Unterstützung durch das Technikteam der Mannschaft geholfen. „Das war eine tolle Atmosphäre. Darüber haben wir uns sehr gefreut“, lobt Harink.

 

Das Foto zeigt Luca Tersteeg (l.) und Marvin Kehl.

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