Schlechte Nachrichten beim SC Spelle-Venhaus: Zwei Spieler fallen länger aus

Das ist bitter: Zwei Fußballer des Oberligisten SC Spelle-Venhaus fallen längerfristig aus: Anton Popov steht wegen einer Fußverletzung wahrscheinlich diese Saison nicht mehr zur Verfügung. Steffen Schepers wird nach einem Kreuzbandriss erst im nächsten Jahr wieder einsteigen können. Damit muss Trainer Tobias Harink im Endspurt um die Aufstiegsränge auf zwei Stammkräfte verzichten.
„Das ist ärgerlich für die Spieler und den Verein“, erklärt der Sportliche Leiter Markus Schütte. Anton Popov war einer der Aufsteiger der Hinserie. Der zuverlässige zentrale defensive Mittelfeldspieler stand in 19 von 20 Oberliga-Partien in der Startelf. „Er war richtig gut drauf.“ Das gilt auch für Steffen Schepers. Der Flügelflitzer hatte sich nach langer Verletzungspause zurückgemeldet, absolvierte 19 Punktspiele, in denen er sechs Tore schoss und weitere Treffer seiner Mitspieler vorbereitete.
Schepers: Kreuzbandriss in Rehden
Schepers verletzte sich im Punktspiel vor gut einer Woche beim BSV Rehden. „So wie es geknackt hat, wusste ich sofort, dass da was sein wird. Mit einem Kreuzbandriss habe ich nicht gerechnet. Das war die schlechteste aller Möglichkeiten.“ Um eine Operation kommt der 28-Jährige nicht herum, wenn er noch einmal Fußball spielen will. Und das will er auf jedem Fall. Jetzt droht ihm eine einjährige Pause bis zum Comeback. Aber Schepers hofft, dass er früher wieder loslegen kann. Aktuell kann er sich nur auf Krücken fortbewegen.
Vergangene Saison acht Monate ausgefallen
Schepers, der 2023 vom SV Holthausen Biene gekommen ist, fiel vergangene Serie mit einer Schambeinentzündung und Leistenproblemen acht Monate aus. Nach muskulären Problemen zu Beginn der aktuellen Saison und einem etwas schleppenden Rückrundenstart fühlte er sich wieder top-fit. „Ich wollte die letzten Wochen in dieser Saison noch einiges reißen.“
Offensivspieler nennt persönliches Ziel
Schepers weiß, dass er aktuell nichts ändern kann. „Ich schaue positiv in die Zukunft.“ Sein Motto lautet „stärker zurückkommen“. Der gebürtige Harener hat mit dem SCSV zehn Minuten in der Regionalliga gespielt. Dass er in der Oberliga mithalten kann, hat er diese Saison bewiesen. Er hofft, dass er nach seinem Comeback das Glück haben wird, mit dem SCSV nochmal in der vierten Liga aufzulaufen. Das ist sein persönliches Ziel. „Das braucht man“, sagt Schepers, gerade wegen der ätzenden Diagnose. Bei den vergangenen Verletzungen und Rückschlägen habe er gelernt, dass es „nur einen Weg gibt. Und der ist voran.“
Popov mit Fußverletzung
Anton Popov hat sich in der Wintervorbereitung verletzt. „Es ist ein bisschen nervig, dass es sich schon so lange hinzieht“, erklärt der 23-Jährige. Zunächst musste er nach einer Bänderverletzung pausieren. Als er wieder einsteigen konnte, knickte er beim Einzeltraining mit dem Ball bei einem Richtungswechsel erneut um.
Ödem am Knöchel
Aktuell ist an Training nicht zu denken. Popov hat ein Ödem am Fußgelenksknöchel. Er trägt einen Schuh, in dem er den Fuß gar nicht gewegen kann, „damit ich ihn entlaste“. Den Schuh soll er noch zwei Wochen tragen. Dann hofft er, dass er langsam wieder anfangen kann.
„Schade, dass ich der Mannschaft nicht helfen kann“
„Ich kann aktuell nichts machen. Das muss ich akzeptieren“, sagt Popov. „Es ist schade, dass ich der Mannschaft nicht helfen kann. Das tut schon weh. Es ist doppelt bitter, dass wir so viele Verletzte haben und schon länger keinen Sieg mehr geholt haben.“
Auch verletzt bei jedem Spiel dabei
Beim Training schaut Popov gelegentlich vorbei. Bei den Heim- und Auswärtsspielen immer - wie etliche andere verletzte Spieler. Aber es mache die Sache für ihn nicht leichter, „wenn man den Jungs beim Fußballspielen zuschaut“. Das nimmt Popov in Kauf. Denn der Zusammenhalt habe den SCSV in den vergangenen Jahren stark gemacht.
Das Foto zeigt Anton Popov (l.) und Steffen Schepers.