Spelle vor einer „gefährlichen Aufgabe“ beim Schlusslicht SSV Vorsfelde
Mit einem starken Auftritt beim Derbysieg gegen den TuS Bersenbrück hat sich Fußball-Oberligist SC Spelle-Venhaus auf den zweiten Tabellenplatz vorgeschoben. Trainer Henry Hupe warnt vor einer gefährlichen Aufgabe am Sonntag ab 14.30 Uhr beim Schlusslicht SSV Vorsfelde, das seit zehn Spieltagen nicht mehr gewonnen hat.
Der Coach betont, dass in der Oberliga Niedersachsen alle Aufgaben schwer sind. Jeder kann jeden schlagen. Nach einem Top-Spiel mit einer Top-Leistung gegen Bersenbrück folgt für die seit fünf Spieltagen ungeschlagenen Emsländer das Duell beim Tabellenletzten. Auch das wird kein Selbstläufer. „Wir müssen investieren“, nennt Hupe die Aufgabe. Auf die aktuell sehr enge Tabelle „können wir im Sommer schauen. Vorher geht's einfach darum, möglichst viele Punkte zu sammeln.“
Nur das erste Oberliga-Spiel gewonnen
Der Aufsteiger aus dem Wolfsburger Stadtteil Vorsfelde hat nur sein erstes Oberliga-Spiel gegen den FC Verden 04 knapp mit 1:0 gewonnen. Danach verbuchte er acht Niederlagen und zwei Unentschieden. Eins davon allerdings beim Heeslinger SC. Das 3:3 war die torreichste Partie der Vorsfelder, die seit dem vierten Spieltag auf einem Abstiegsplatz rangieren. Kein Konkurrent hat weniger Tore geschossen (8), immerhin drei haben mehr Gegentreffer kassiert (27). Die Hälfte des SSV-Tore erzielten Defensivspieler Jarne Wöckener und Mittelstürmer Julio Rodrigues (beide 2).
Meister, Pokalsieger, Aufsteiger
Der SSV muss aufpassen, dass er nicht den Anschluss an das rettende Ufer verliert. Egestorf/Langreder hat auf dem ersten Nichtabstiegsplatz fünf Punkte Vorsprung. Trainer René Wegner, der auch schon für Eintracht Braunschweig und ein paar Monate für den VfB Oldenburg gespielt hat, ist seit 2025 im Amt. Dem Meister der Landesliga Braunschweig und Bezirkspokalsieger gelang die sofortige Rückkehr in die Oberliga. Im Sommer fand ein großer Umbruch statt. 16 Spieler sind neu zum Kader gestoßen.
Englische Woche belastet nur den SCSV
Die Speller schauen wie immer nur auf sich. Natürlich haben sie sich Videos mit Vorsfelder Spielen angesehen und wissen, was sie erwartet. Am Mittwoch haben sie den Sieg gegen Bersenbrück genossen, am Donnerstag war frei. Da konnten die Fußballer nach dem zweiten Teil der englischen Woche etwas abschalten. Diese Belastung musste der SSV nicht wegstecken. Am Freitag steht die nächste Trainingseinheit auf dem Programm – mit vollem Fokus auf die Partie in Vorsfelde. Nach der Gala auf Kunstrasen geht es am Sonntag wieder auf Naturrasen. „Das wird ein ganz anderes Spiel“, sagt Hupe, weiß aber, dass die Spieler hochmotiviert sind und den nächsten Dreier einfahren wollen.
Wieder Fragezeichen
Dabei ist noch unklar, mit welchem Personal der SCSV auf die knapp 280 Kilometer lange Tour nach Wolfsburg startet. Ob die gegen Bersenbrück auf der Bank platzierten Janik Jesgarzewski, Felix Golkowski oder Benjamin Evers dabei sind, ist noch nicht sicher. Zudem hat sich Adrian Lenz Mittwoch verletzt. „Das sah nicht gut aus“, sagt Hupe. Auch in diesem Fall gelte es, abzuwarten. „Es gibt noch einige Fragezeichen.“ Aber Spelle werde auf jeden Fall ein sehr guter Kader zur Verfügung stehen.
Das Foto zeigt Jan Popov beim Torabschluss.