Spelle will Samstag beim Heimfinale gegen Hildesheim „alles raushauen“

08.05.2026 | Fussball Allgemein
Spelle will Samstag beim Heimfinale gegen Hildesheim „alles raushauen“

„Das letzte Heimspiel einer Saison ist immer etwas Besonderes“, erklärt Trainer Henry Hupe. Der SC Spelle-Venhaus erwartet am Samstag um 16 Uhr VfV Borussia 06 Hildesheim zum Heimfinale der Oberliga-Serie 2025/26 im Getränke Hoffmann Stadion. Der Gastgeber will mit einem Dreier für „ein gutes Feeling“ sorgen. Der Eintritt ist frei.

Zum letzten Punktspiel treten die Speller am 17. Mai beim aktuellen Tabellenzweiten Heeslinger SC an. Danach würde normalerweise eine längere Pause eingeläutet. Doch in diesem Jahr dürfen die Schwarz-Weißen „nachsitzen“. Denn am 20. Mai um 18.30 Uhr treten sie noch zum Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach an. Das Duell hat zumindest etwas Einfluss auf den Ablauf rund um die Begegnung am Samstag: Die Verabschiedung der Spieler und Verantwortlichen, die den Verein verlassen (Jan-Hubert Elpermann, Elias Strotmann, Nils Bußmann, Jip Kemna sowie Torwarttrainer und Teambetreuer Johann Benner), findet erst am 20. Mai statt.

VfV nur einmal remis

Vor der „Kür“ gegen die Borussia konzentrieren sich die Speller auf die Pflicht. Da warten starke Kontrahenten. „Hildesheim hat eine sehr hohe individuelle Qualität, in der Abwehr, aber auch in der Offensive. Das Paket stimmt einfach“, betont Hupe. Die Elf seines Kollegen Ridha Kitar spielte bei 27 Partien erst einmal unentschieden. 16 Siegen stehen zehn Niederlagen gegenüber. Der SCSV musste sich neunmal mit einer Punkteteilung begnügen.

Platz vier im Visier

Im Endspurt hat Hildesheim den vierten Tabellenplatz als Ziel ausgegeben. Der Rückstand auf Rang zwei, der die Teilnahme an der Relegation zur Regionalliga bedeutet, beträgt bei noch drei Partien vier Punkte. In der vierten Liga ist der VfV von 2015 bis 2018 und 2020 bis 2023 aufgelaufen. Mit 13 Toren ist Louis Malina (99 Regionalliga-Spiele) der gefährlichste Schütze. Er hat zudem sieben Treffer seiner Mitspieler vorbereitet. Mahdi Biso traf achtmal. Reichlich Scorer-Punkte sammelte Mittelfeldspieler Mick Gudra (5/13), der über viel Regional-, aber auch Zweitliga-Erfahrung verfügt.

In der Hinrunde Dreier erkämpft

„Wir sind selbstbewusst genug, zu sagen, dass wir Hildesheim schlagen können“, hofft Hupe auf ein schnelles und intensives Duell auf hohem Oberliga-Niveau. „Und dann geht's darum, die Momente auf unsere Seite zu ziehen.“ Das gelang zuletzt nicht immer. In Hildesheim jedoch behauptete sich der SCSV knapp, aber nicht unverdient, durch den Treffer von Elias Strotmann mit 1:0. Nach einer kämpferisch starken Leistung auf tiefem Boden feierten die Emsländer ihren zweiten Dreier in Hildesheim überhaupt. Sie blieben gegen den damaligen Spitzenreiter zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Für Hildesheim war es die erste von vier sieglosen Partien in Folge. „Wir wollen wieder alles raushauen, um das Spiel am Samstag zu gewinnen“, erklärt Hupe. Der Gast war am Mittwoch noch gegen Wetschen im Einsatz (2:0).

Vier Spieler verletzt

Verzichten muss Hupe am Samstag auf die verletzten Elias Strotmann, Luca Tersteeg, Jost Krone, Steffen Schepers und den privat verhinderten Niklas Oswald. Dafür melden sich Jan-Luca Ahillen und Jan-Hubert Elpermann zurück. Torwart Mattis Niemann ist wieder ins Training eingestiegen.

Lob für U19-Talente

In Wilhelmshaven (0:2) kamen zuletzt mit Ben Nähring und Philipp Moß zwei Jugendspieler zu ihrer Oberliga-Premiere. „Sie haben es wirklich verdient. Sie waren über die Saison hinweg dabei. Sie sind sehr ehrgeizig. Deswegen freut es mich, dass sie ein paar Minuten gespielt haben“, sagt Hupe. Matteo Echelmeyer gehört bereits zum Oberliga-Kader. Er war zuletzt angeschlagen.

 

Das Foto zeigt Leon Dosquet (l.) und Anton Popov (r.) im Spiel gegen Hildesheim in der vergangenen Saison.

 

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