Starke Speller machen Werbung für die Derbys gegen Nordhorn und Bersenbrück
„Das war richtig gut“, strahlte Trainer Henry Hupe nach dem 5:1-Sieg des SC Spelle-Venhaus beim Aufsteiger SC Hemmingen-Westerfeld. Beim höchsten Auswärtserfolg in dieser Saison sah er nur einen kleinen Schönheitsfehler.
„Wir waren in vielen Bereichen richtig gut. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können“, stellte der 29-Jährige fest. Torchancen waren vorhanden, bei einigen Möglichkeiten hätten die Schwarz-Weißen es noch besser herausspielen können. „Wir sind sehr glücklich mit dem Ergebnis und mit der sehr guten Leistung“, sprach der Coach von einem in der Höhe verdienten Sieg. Spelle rückte auf Tabellenplatz vier vor.
Spannung an der Spitze
Beim Blick auf die Platzierungen wird die Spannung in der Liga deutlich: Spitzenreiter Eintracht Braunschweig II (23 Punkte) führt vor dem Heeslinger SC (22). Beide Teams haben schon elf Partien ausgetragen. Dann folgen sechs Clubs, die ein Spiel weniger bestritten haben. Die Teams auf den Rängen drei bis fünf weisen 21 Punkte auf: Der SV Wilhelmshaven (Tordifferenz 13) liegt vor dem SCSV (11) und dem BSV Rehden (10). Nach der 0:4-Derbyniederlage bei der U23 des SV Meppen hat sich Spelle beim 4:1 im Viertelfinale des Niedersachsenpokals gegen den Lüneburger SK stark präsentiert, bei den folgenden Auswärtsspielen beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder (1:0) und jetzt beim SC Hemmingen-Westerfeld noch etwas konsequenter.
Lob für die Spieler
Dabei fehlten in Hemmingen einige Akteure. „Aber die, die da waren und gespielt haben, haben es hervorragend gemacht. Die, die von Anfang an aufgelaufen sind, und auch die, die reingekommen sind“, verweist Hupe auf die Qualität seines Kaders. Auf der Bank saß U19-Torwart Luca Konermann, weil Bernd Lichtenstein und Alex Moll ausgefallen sind.
Tore gut herausgespielt
Die Tore von Artem Popov (3), Marvin Kehl und Niklas Oswald waren gut herausgespielt. So etwa das 3:0, als Moritz Pauli trotz Gegnerdrucks mit einer starken Aktion ruhig zu Benjamin Evers auf die ballferne Seite spielte und am Ende Artem Popov seinen dritten Treffer erzielte. „Der Dreierpack von Artem hat mich sehr gefreut, aber auch, dass sich Marvin (Kehl) in Nicki (Oswald) belohnt haben.“ Artem Popov hatte im April 2025 beim 4:1 gegen den VfL Oldenburg seinen ersten Dreierpack im Herrenfußball überhaupt erzielt.
„Das hätte nicht sein müssen“
Einen „kleinen Schönheitsfehler machte Hupe dann doch noch aus: das zwischenzeitliche 1:4 durch Hemmingens Torjäger Luc Fender. Spelle verpasste deswegen das vierte Punktspiel ohne Gegentor. „Das hätte nicht sein müssen. Aber das ist Meckern auf ganz hohem Niveau“, bekannte der Trainer mit dem Wunsch zur Perfektion.
Leon Dosquet und Hanjo Vocks kommen
Die Speller nutzten die Chance zur Werbung für die nächsten beiden Derbys: Am Freitag um 19.30 Uhr kommt Defensivspieler Leon Dosquet mit Vorwärts Nordhorn zurück an seine langjährige ehemalige Wirkungsstätte, am Mittwoch darauf Trainer Hanjo Vocks mit dem TuS Bersenbrück. Beide Teams punkteten am Wochenende. Aufsteiger Nordhorn machte gegen Egestorf-Langreder aus einem 0:2 noch ein 2:2. Den Zähler sicherte Lucas Völkerink mit seinem Treffer in der fünften Minute der Nachspielzeit. Bersenbrück siegte 3:1 beim Aufsteiger SSV Vorsfelde.
Das Foto zeigt Niklas Oswald (r.) im Zweikampf.